Der Hund von Baskerville (1959)

Der Hund von Baskerville
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Inhalt:
Ein Fluch liegt der Legende nach seit Jahrhunderten auf den Baskervilles, der einen nach dem anderen durch einen Höllenhund hingerafft hat, wagte sich ein Baskerville zu weit ins Dartmoore hinein.
Mit diesem Schauermärchen will Dr. Mortimer Sherlock Holmes engagieren, um den letzten der Baskervilles, Sir Henry, zu schützen. Holmes ist zuerst nicht sonderlich begeistert und ändert seine Meinung erst, als er im Londoner Hotel Sir Henry kennenlernt und merkt, dass dieser durchaus in Lebensgefahr ist, wenngleich die Gefahr nicht unbedingt von einem Fluch ausgehen muss.
Kritik:
Ein Hammer-Production-Film mit Peter Cushing und Christopher Lee. Nicht irgendeiner, sondern einer der Besten.

Hammer machte viele Filme, viele gute, ein paar nicht so gute, aber schlechte… so RICHTIG schlechte kenn ich eigentlich nicht.

“Der Hund von Baskerville” ist eine von den sehr guten Verfilmungen. Und so ganz nebenbei einer der atmosphärisch dichtesten Sherlock-Holmes-Verfilmungen überhaupt. Niemand hat Holmes so gut und authentisch gespielt, wie Peter Cushing… ausser vielleicht Basil Rathbone, aber zwischen diesen beiden einen Sieger küren zu wollen, das würde ja schon an Krimi-Ketzerei grenzen. Ich weiss gar nicht mehr, wie oft ich den Film schon gesehen habe, und er ist immer noch nicht langweilig…

Hammer-mässig ist es spannend von der ersten bis zur letzten Sekunde. Schade eigentlich, dass es da nicht mehr Folgen von gab. Cushing als Holmes spielt seine Rolle ernshaft engagiert wie immer, Morell als Dr. Watson füllt seine Figur wie nur wenige vor ihm aus (was auch bitter nötig ist, denn er ist zu Beginn sehr viel häufiger zu sehen, als Holmes, wer die Geschichte kennt, weiss auch warum), und Christopher Lee endlich mal nicht in einer Bösewicht oder Monster-Rolle, das ist ein Dreamteam, wie man es sich besser nicht wünschen kann.
Natürlich ist es kein echter Gothic-Horror, der Gothic-Teil ist aber durchaus vorhanden in den ersten 10 Minuten. Vor allem das Element der herrschsüchtigen und übermütigen jungen Adeligen, das hier wieder einmal gezeigt wird, ist es, das einen gleich zu Beginn in den Bann dieses Meisterwerks zieht.

Einen weiteren Hammer-Holmes gibt es also nicht. Allerdings, und da bin ich auf der Jagd, hat Peter Cushing nicht nur für Hammer den Detektiv gegeben, sondern auch für zwei oder drei (?) Folgen einer Fernsehserie, darunter übrigens ebenfalls der “Hund von Baskerville”. Wer da Aufnahmen hat oder sonstige Infos, der soll sich doch bitte melden. Auch Christopher Lee verkörperte Holmes einmal, und zwar in “Das Privatleben des Sherlock Holmes”, einer Komödie.

10 von 10 Punkten, besser kann man Holmes nicht verfilmen.