Nächte des Grauens (1966)

Nächte des Grauens
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Inhalt:
Mehr um seiner Tochter einen Gefallen zu tun und ihr die Möglichkeit zu geben, ihre alte Schulfreundin zu besuchen, als auf den Hilferuf seines früheren Schülers zu hören, fährt Professor Forbes (André Morell) in eine kleine Bergarbeiterstadt, in der seit einigen Monaten eine seltsame Krankheit grasiert: junge, gesunde Menschen sterben ohne ersichtlichen Grund. Der junge Dorfarzt ist mit seinem Mediziner-Latein am Ende und hat in der Stadt einen schlechten Stand.
Als dann auch noch jüngst Verstorbene des Nachts gesichtet werden, ist es endgültig an der Zeit, das Recht und die Moral ein wenig zu biegen und dem verkappten Voodoo-Priester der Stadt auf den Zahn zu fühlen.

Kritik:
2 Jahre vor Romeros legendärem „Night of the living Dead“ bringt Hämmer-Film sein „Nächte des Grauens“ in die Kinos. Ein reinrassiger Zombie-Film, und das Make-up in Romeros Film sieht sicher nicht umsonst so ähnlich aus. „Nächte des Grauens“, obgleich nicht sehr bekannt, gilt filmgeschichtlich als wegweisend für alle nachkommenden Zombiefilme. Das mag man gerne unterschreiben. Auch wenn der Film vom Actiongehalt nur sehr langsam in die Gänge kommt, die Spannung ist von Anfang an da. Am eindrucksvollsten dürfte die Albtraumszene sein, in der die Toten aus ihren Gräbern steigen, aber auch die gar nicht mal lächerlichen Voodooszenen. Da ist die Wiederaufnahme der übermütigen und sadistischen jungen Adeligen, wie es sie schon in anderen Hammer-Filmen gab, nur noch das Tüpfelchen auf dem I.
Morell brilliert in seiner Rolle als Zombie-Jäger, und auch sonst wird man gut bedient, bis hin zu den Hammer-Schönheiten und dem Gothic-Ambiente. Ein schöner Film für Gothic-Horror-Fans, und ein selten beachtetes MUST-BE für Zombie-Film-Fans.

Das Bild und der Ton der EMS-DVD ist gewohnt gut, das Booklet wieder mal eine wahre Freude.

8 von 10 Punkten für einen Klassiker, der zwar seine Längen hat, einen aber trotzdem nicht wegsehen lässt.